Unser Steinmehl – langsam gemahlen, wie es früher war
Seit Kurzem mahlen wir einen Teil unseres Getreides selbst: auf einer Waldner GMSM 40, einer klassischen Steinmühle mit Natursteinmahlgang. Was hier entsteht, unterscheidet sich bewusst von industriell erzeugtem Mehl – und das sieht und schmeckt man auch.
Wie unser Mehl entsteht
Anders als in modernen Großmühlen, wo Getreide in vielen Stufen zwischen Stahlwalzen zerkleinert und die Kleie größtenteils herausgesiebt wird, läuft bei uns das ganze Korn in einem einzigen Durchgang zwischen zwei Natursteinen. Schale, Keimling und Mehlkern werden dabei gemeinsam vermahlen – nichts wird vorab entfernt.
Das bedeutet: In unserem Mehl steckt tatsächlich das ganze Korn. Deshalb ist es auch spürbar dunkler als handelsübliches Weißmehl – ein Qualitätsmerkmal, kein Makel. Mehr Randschichten bedeuten mehr Mineralstoffe, mehr Ballaststoffe und ein volleres, kräftigeres Aroma.
Nach dem Mahlgang läuft das Mahlgut über drei Siebe, die nach Feinheit trennen: feines Mehl, feiner Grieß und grober Grieß. So können wir aus derselben Vermahlung unterschiedliche Produkte für unterschiedliche Verwendungszwecke anbieten – von zartem Gebäck bis zu Grießbrei oder Klößen.
Gemahlen wird bewusst langsam und mit niedriger Drehzahl. Das schont das Getreide: weniger Reibungshitze bedeutet, dass Vitamine, Enzyme und die empfindlichen Öle im Keimling besser erhalten bleiben, statt durch Wärme abgebaut oder oxidiert zu werden.
Unsere ersten vier Produkte
Dunkles Weizenmehl Vollmundig im Geschmack, kräftig in der Farbe – vermahlen aus dem ganzen Korn. Ideal für herzhafte Brote und rustikales Gebäck mit Charakter.
Dunkles Dinkelmehl Dinkel gilt ohnehin als besonders aromatisch, in der Steinvermahlung kommt das noch stärker zur Geltung. Ein Mehl mit nussigem Geschmack für Brot, Brötchen und Kuchen mit deutlich mehr Tiefe als übliches Dinkelmehl.
Weizengrieß Etwas gröber vermahlen als unser Mehl, bewahrt er mehr Struktur und Biss. Vielseitig einsetzbar, von herzhaften Beilagen bis zu Süßspeisen.
Dinkelgrieß Die gröbere Variante unseres Dinkelmehls – mit dem gleichen kräftigen Aroma, aber gröberer Textur für Gerichte, die etwas mehr Struktur vertragen.
Warum es sich lohnt
Wir sieben nach Feinheit, aber wir trennen die Kleie nicht künstlich heraus wie industrielle Mühlen es tun. Was Sie bekommen, ist Mehl, wie es vor der Industrialisierung üblich war: langsam gemahlen, aus dem ganzen Korn, ohne unnötige Zwischenschritte. Ehrlich, mit Charakter – und mit einer Farbe, die zeigt, dass wirklich alles drin ist, was das Korn zu bieten hat.